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Natürlich stehen die verschiedenen Datenbanken bei der Ahnenforschung an erster Stelle. Dazu zählen die Seite der Kirche Jesu Christi http://www.familysearch.org, und GEDBAS, die Genealogische Datenbasis. Beide sind kostenlos und alle können ihren Stammbaum heraufladen. Die französische Seite Geneanet ist für den Anfang eine weitere gute Adresse. Bei der Aktion ForscherKontakt lassen sich Kontakte zu anderen Forschern der gleichen Thematik finden.

Seit 2015 gibt es das Kirchenbuchportal Archion. Inhalt sind Digitalisate von evangelischen Kirchenbüchern aus ganz Deutschland. Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nehmen zur Zeit die Nordkirche, die Landeskirchen Berlin-Brandenburg, Anhalt, Sachsen und die Region Schmalkalden daran teil. Mit einer Fülle von Informationen lockt auch die Seite Ancestry. Mit dabei sind nicht nur Kirchenbuchdigitalisate aus ganz Deutschland, sondern auch Standesamtsregister, u. a. von Dresden, Magdeburg und dem Altenburger Land.

Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar

Für die schnelle Suche nach allen Varianten eines Ortsnamens nutzen viele Forscher das Geschichtliche Orts-Verzeichnis. Mit der Fernabfrage von ahnenforschung.net und dem Familie Beuss Crawler kann eine große Anzahl Datenbanken auf einmal durchsucht werden. http://forum.ahnenforschung.net ist ein empfehlenswertes Forum, wo Neulingen wie Profis gerne geholfen wird. Mit der einfachen Suche in tausenden von Beiträgen kann man sehr leicht feststellen, ob bereits andere Leute auf diesem Gebiet forschen.

In Zeiten des Internets ist auch das Telefonbuch einen Blick wert. Besonders bei weniger häufigen Namen mit Beziehung zum Herkunftsort, kann es nicht schaden, jemandem einen freundlichen Brief zu schreiben. Mit einem Anruf überrascht man die meisten zu sehr, und auf die Schnelle wird auch niemand seine Familiendaten parat haben. Immer mehr hochwertige Personenartikel liefert die Wikipedia und die Deutsche Biographie.

Hat man einige Angaben zu den Herkunftsorten seiner Vorfahren zusammengetragen, so kann man nachschauen, ob nicht schon ein anderer auf diesem Gebiet forscht. Das geschieht nicht selten in Form eines Ortsfamilienbuches. Eine Auswahl davon gibt es auf der Seite: http://www.online-ofb.de. Die Kategorie Ortsfamilienbuch bei GenWiki präsentiert eine umfangreiche Liste von allen vorhandenen Ortsfamilienbüchern. Diese sind im Handel erhältlich, können in Bibliotheken eingesehen oder über die zentrale Fernleihe bestellt werden. Auch Ortschroniken können eine gute Quelle sein und enthalten oft Familiennamen.

Deutsche Nationalbibliothek

Die Mehrzahl aller jemals erschienenen Bücher sind in der Deutschen Nationalbibliothek mit ihren Niederlassungen in Leipzig und Frankfurt am Main hinterlegt. Im Online-Katalog auf der Internetseite kann nach Titeln gesucht und vorbestellt werden. In Leipzig gibt es die Deutsche Zentralstelle für Genealogie,
mit einem riesigen Bestand Mikrofilme, Familienchroniken, Nachlässe, Ahnenkarteien, Ortsfamilienbücher usw. Sie ist im Sächsischen Staatsarchiv untergebracht.

Wer die alte Schrift entziffern kann, sollte einen Besuch von Pfarrämtern nicht scheuen. Fast jede Kirchengemeinde hat eine Homepage. Viele sind hilfsbereit, andere verweigern die Zusammenarbeit mit Ahnenforschern und lehnen die persönliche Einsichtnahme ab. In diesem Fall kann man einen gebührenpflichtigen Forschungsauftrag einreichen. Am besten vorher fragen, was es kostet, und einen Betrag festlegen, der nicht überschritten werden darf. Wichtig ist, seine Fragen immer genau zu formulieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Bis auf wenige Ausnahmen kostet auch die persönliche Einsichtnahme eine Gebühr. Meistens sind das zwischen 5 Euro und 10 Euro.

Besser hat man es als Ahnenforscher in den zentralen Archiven, weil man hier auf jeden Fall Zugang hat. Für Sachsen gibt es ein Evangelisches Landeskirchenarchiv in Dresden, das bereits jetzt über große Bestände verfügt und diese weiter ausbauen will, indem alle vorhandenen Kirchenbücher des Landes nach und nach verfilmt werden. Einige Kirchenbezirke sind auf diese Weise schon gesichert worden.

Dresden, Stadt der Kunst und Kultur

Für die Kirchenbücher des Bezirks Leipzig gibt es das Kirchliche Archiv. Es enthält unter anderem Bestände aus abgebaggerten Orten, Duplikate und Originalexemplare, die gesondert verwahrt werden müssen. Ein Teil wurde aber schon ins Landeskirchenarchiv ausgelagert oder den betreffenden Orten zurückgegeben. Auf der Internetseite von GenWiki findet man eine Übersicht der Kirchenbuchbestände. Da für die Aktualität keine Garantie übernommen wird, ist es besser, vorher anzurufen und sich zu erkundigen.

Das Land Thüringen bietet ein Archivportal an, in dem alle Staats-, Kreis-, Stadt-, Kirchenarchive und viele mehr gelistet sind. Über das Ortsregister kann man herausfinden, wo sich welches Archiv befindet. Weiter geht es über die Suche in den Beständen, den aufgeführten Internetseiten können weitere Informationen entnommen werden.

Ein guter Tipp ist die Seite der Archive und Bibliotheken in der EKM. Die Landeskirche betreibt zwei große Zentralarchive in Magdeburg und Eisenach. Verfilmte Kirchenbücher kommen dorthin und können dann genutzt werden. Im Beständeregister steht geschrieben, für welchen Ort und welchen Zeitraum die Verfilmungen schon stattgefunden haben. Die Zugehörigkeit richtet sich nicht nach Landesgrenzen, auch verfilmte Kirchenbücher aus dem nördlichen Teil Thüringens kommen nach Magdeburg. Hier muss man einen Termin lange Zeit im Voraus ankündigen, die Wartezeit beträgt im Extremfall viele Monate. Nur professionelle Ahnenforscher erhalten schneller einen Termin, also solche, die Auftragsforschungen für andere durchführen. Natürlich kann man auch so jemanden engagieren, wenn einem Magdeburg zu weit ist und man nicht so lange warten will, aber das kann sehr teuer werden.

Magdeburger Archiv der Kirchenprovinz Sachsen

Nicht ganz so lange muss man in Eisenach auf einen Termin warten. Auch hier macht das Beständeregister deutlich, dass noch längst nicht alle Kirchenbücher verfilmt worden sind. Aber wenn man in mehreren Orten suchen kann, dann lohnt es sich.

Letztendlich sollte man die Leistung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) nicht außer Betracht lassen. Die Mitglieder sind bekannt für ihr Interesse an Genealogie, und deshalb haben sie seit Jahrzehnten etliche Kirchenbücher auf Mikrofilme gebannt. Auch für Mitteldeutschland gibt es sie. Das kann sich lohnen, wenn man zur direkten Einsichtnahme zu weit weg wohnt, oder sonst keine Möglichkeit dazu hat.

Bestellen der Mikrofilme geht einfach über die Seite http://films.familysearch.org. Hier muss man sich anmelden und kann in den Beständen suchen. Verfilmt wurden Kirchenbücher, aber auch Gerichtsbücher, Chroniken und Familienlisten, also alles, was Genealogen brauchen. Des Öfteren sind auf den Filmen nur kurze Jahresabschnitte zu finden, sodass man mehrere davon bestellen muss. Zur Bestellung trägt man die Filmnummer ein und wählt aus, in welcher Familienforscherstelle man ihn ansehen möchte. Die Ausleihe kostet eine Gebühr, gilt aber für eine Zeit von etwa zwei Monaten. Forscherstellen gibt es überall auf der Welt, natürlich auch in Deutschland. Sobald der Film an diese geliefert wurde, erhält man Bescheid und vereinbart einfach einen Termin. Dort wird einem gerne beim Einstieg geholfen, der Besuch ist zudem völlig unverfänglich.

Versierte Ahnenforscher können Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Ahnenforschung, kurz AMF-Verein, werden. Daraus ergibt sich der Zugriff auf eine Reihe von Leistungen, wie Forscherkontakten und Arbeitskreisen, internen Zeitschriften, Jahres-CD oder wesentlich günstigere Publikationen. Natürlich sind diese auch für Nichtmitglieder erhältlich und ein Blick auf die Seite empfiehlt sich absolut. Neben der Schriftenreihe werden auch die Mitteldeutschen Ortsfamilienbücher und die Bücher der Stiftung Stoye angeboten. Der elektronische Büchertisch findet sich unter
http://www.amf-versand.de.



Ahnenforschung in Mitteldeutschland

Die mitteldeutschen Gebiete teilen sich auf in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie sind untereinander geschichtlich eng verknüpft, denn im Mittelalter reichte der Machtbereich des sächsischen Kurfürsten über all diese drei Länder.



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