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Ein guter Tipp für Ahnenforscher in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist die Seite der Archive und Bibliotheken in der EKM. Die Landeskirche betreibt zwei große Zentralarchive in Magdeburg und Eisenach. Verfilmte Kirchenbücher kommen dorthin und können dann genutzt werden. Die Zugehörigkeit richtet sich nicht nach Landesgrenzen, auch verfilmte Kirchenbücher aus dem nördlichen Teil Thüringens kommen nach Magdeburg. Der Vorteil gegenüber Pfarrämtern und Bezirksarchiven ist, dass viele Informationen an einer Stelle zugänglich sind. Das erleichtert die Suche doch immens, wenn man Vorfahren an mehreren Orten sucht. Auch Daten von Militärkirchen sind verfügbar.

Magdeburger Archiv der Kirchenprovinz Sachsen

Die Prozedur verläuft wie folgt: Einen Termin muss man längere Zeit im Voraus ankündigen. die Wartezeit beträgt im Extremfall viele Monate. Nur professionelle Ahnenforscher erhalten schneller einen Termin, also solche, die Auftragsforschungen für andere durchführen. Natürlich kann man auch einen Auftragsforscher engagieren, wenn einem Magdeburg zu weit ist und man nicht so lange warten will, aber das kann sehr teuer werden. Also ruft man dort an und macht einen Termin aus. Die Mitarbeiter sind hilfsbereit und geben gerne Auskunft über Nutzung und Bestand. Dann heißt es - warten.
Und schließlich kommt die Anreise nach Magdeburg. Die Stadt ist gut an das deutsche Autobahnnetz angebunden. Von Hannover, Leipzig und Berlin kommt man in einer annehmbaren Zeit hierher. An den Straßenrändern vor dem Archiv gibt es Parkplätze in normalem Umfang. Für eine entspannte An- und Abreise, besonders nach einem nervenaufreibenden Forschungstag, empfiehlt sich aber eine Bahnfahrt.

Übernachten am Bahnhof

Termine für die Nutzung der Archivbestände gelten ganztags. Wer von weit her anreist, nimmt sich am besten für eine Nacht ein Hotelzimmer. Gleich neben dem Hauptbahnhof gibt es das InterCityHotel, wo der Vorteil die gute Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr ist. Eine Übersicht aller Unterkünfte und die Buchungsmöglichkeit gibt es auf der Seite von Magdeburg Tourist http://www.magdeburg-tourist.de. Vom Hauptbahnhof kann man für die rund 1,5 Kilometer lange Strecke ein Taxi nehmen oder zu Fuß gehen. Vom Haupteingang aus hält man sich laufend links und unterquert über die viel befahrene Ernst-Reuter-Allee den Magdeburger Ring. Gleich danach muss man die Straßenseite wechseln (Fußgängerampeln vorhanden, Achtung Straßenbahn) und biegt schräg nach rechts in den Editharing ab. Immer geradeaus erreicht man die Gellertstraße und überquert die Herderstraße. Die nächste Straße ist die Freiherr-vom-Stein-Straße, wo man rechts abbiegt. An deren Ende, in der Kurve, befindet sich das Kirchliche Archiv. Der Eingang ist von der Gagernstraße her, das ist die Gebäudeseite hinter der Kurve. Einen Übersichtsplan gibt es auf http://maps.google.de.

Eingang Gagernstraße

Im Gebäude gibt es einen Aufbewahrungsbereich für die Jacken und WCs. Über eine Treppe geht es zum Archivbereich. In einem Raum stehen zahlreiche Lesegeräte und hier wird konzentriert gearbeitet. Hinter einem Sichtfenster mit einer Glastüre sitzen die Mitarbeiter, bei denen man sich anmeldet. Wenn man noch nie da war, verraten Sie einem gerne den Ablauf. An einer Wand stehen Ordner, die nach Kirchenbezirken aufgeteilt sind. In ihnen sind die Pfarrgemeinden und Orte verzeichnet. Die weitere Aufteilung erfolgt wiederum nach Zeiträumen, Geburten, Heiraten und Sterbefällen. Hat man etwas gefunden, liest man die dazu gehörige Nummer ab. Die schreibt man mit seinem Namen und Datum auf einen Bestellzettel und gibt diesen beim Personal ab. Daraufhin bringen sie einem den Mikrofilm und die Suche kann losgehen. Schnell lernt man, wie man den Mikrofilm ins Gerät einlegen muss.

Das Archiv von der Freiherr-vom-Stein-Straße aus

Die Darstellung der Kirchenbuchseiten auf dem Gerät ist überaus gewöhnungsbedürftig und kann schnell zur Ermüdung und Schwächung führen. Deshalb ist es wichtig, auch mal eine Pause einzulegen und genügend zu trinken mitzunehmen. Das Fotografieren ist gegen eine Gebühr erlaubt. Am Ende des Tages ist zudem die Nutzungsgebühr zu entrichten. Das Forschen im Archiv kann großen Spaß machen, aber man sollte sich vorher schon mehrfach mit Kirchenbüchern beschäftigt haben. Nur wer die Schrift lesen kann, und weiß, nach welchem Prinzip sie aufgebaut sind, findet sich hier gut zurecht. Viele Pfarrämter haben im Laufe ihrer Geschichte auch Register angelegt, aber eben nicht von Anfang an und auch nicht in allen Orten. Das kann also bedeuten, dass man mitunter von einem langen Zeitraum alle Einträge durchschauen muss. Wenn man schon vor Ort ist, bietet sich ein Besuch der Magdeburger Altstadt mit seinem weltberühmten, über tausendjährigen Dom an. Einen Stadtrundgang gibt es hier.

Der Magdeburger Dom

Nicht ganz so lange muss man in Eisenach auf einen Termin warten. Auch hier macht das Beständeregister deutlich, dass noch längst nicht alle Kirchenbücher verfilmt worden sind.


Kirchliches Archiv Magdeburg

In Magdeburg werden sämtliche verfilmten Bestände der Kirchenprovinz Sachsen aufbewahrt, d. h. Sachsen-Anhalt ohne Landeskirche Anhalt, nördliches Thüringen und Nordsachsen.



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